Entwicklungsprozess

Der Prozess zur Entwicklung des Pastoralplans lässt sich allgemein in die drei Schritte „Sehen“, „Urteilen“ und „Handeln“ gliedern. Im ersten Schritt, dem „Sehen“, geht es darum sich die Pfarrei genauer anzuschauen, sich ein Bild von den örtlichen Begebenheiten, den strukturellen Rahmenbedingungen, den viel-fältigen Einwohnern und deren Wünschen zu machen. Anschließend erfolgt in der Phase des „Urteilens“ eine konstruktive Analyse dieser Ergebnisse und es werden Ideen, Projekte und Maßnahmen entwickelt, um ein positives Bild der Pfarrei und den Kirchorten langfristig zu sichern. Als letzte Phase erfolgt das „Handeln“. Mit dem Niederschreiben der Ergebnisse in unseren lokalen Pastoralplan legen wir gleichzeig die nächsten aktiven Schritte fest, mit denen wir das Bild unserer Pfarrei prägen möchten.
Für den gesamten Prozess zur Entwicklung unseres lokalen Pastoralplans wurde für alle drei Pfarreien in Recklinghausen, die diesen Prozess parallel angehen, Pfingsten 2019 als Ziel angepeilt.

Phase 1: Sehen

Der Auftakt in die Phase “Sehen” bestand erst einmal aus einer Betrachtung des Zeitraumes für die Entwicklung des Pastoralplans. Die ersten Frage lautete, wann müssen wir welche Ergebnisse erreicht haben? Doch schnell kristallisierte sich heraus, dass die benötigte Zeit von dem gewünschten Inhalten und Ergebnissen abhängt und wir als Ausschuss uns die Zeit nehmen die wir an entsprechender benötigen.

Am Ende sind in der Phase “Sehen” folgende Daten erfasst und als Ergebnisse zusammen getragen worden:

Über die Stadt Recklinghausen gesehen steigt die Gesamtbevölkerung, wobei sich der Ausländeranteil überproportional entwickelt. Insgesamt beläuft sich der Anteil auf eine Quote von rund 13%.
Die Sterberate liegt höher als die Geburtenrate, was im Kontext zur steigenden Bevölkerung bedeutet, dass es einen entsprechenden Anteil an Zuzügen gibt.
Die beiden größten Altersgruppen sind die über 45 bis 60 Jährigen (24%) und die Menschen über 60 Jahren (29%).

Auf dem Gebiet der Pfarrei Liebfrauen leben 33.790 Einwohner und die Wachstumsrate liegt höher als in anderen Stadtteilen. Davon haben 7.732 Personen einen Migrationshintergrund und es gibt 2.236 Bedarfsgemeinschaften.
Es gibt 11.979 Katholiken in der Pfarrei und diese Zahl ist rückläufig. Wir verzeichneten 2017 an allen fünf Kirchorten zusammen 80 Taufen, 80 Erstkommunionkinder, rund 30 Trauungen und ca. 140 Beerdigungen. Hinzu kommen 70 Kirchenaustritte.

Die Pfarrei beschäftigt als Arbeitgeber 130 Mitarbeiter in der Pfarrverwaltung, Kirchenmusiker und Küster, sowie der größten Gruppe der Kita-Mitarbeiter und zusätzlich noch einmal 120 im Altenheim St.Johannes, welches in pfarreilicher Trägerschaft ist.

Der Haushalt der Pfarrei liegt unter dem sogenannten Haushaltsicherungskonzept, da die Pfarrei eine negative Bilanz von 60.000 € jährlich hat.

Phase 2: Urteilen

Phase 3: Handeln

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