Statement des Pfarreirats Liebfrauen Recklinghausen zum Verbot des Vatikans, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen

Wir engagieren uns zusammen mit vielen Gemeindemitgliedern ehrenamtlich in unserer Pfarrei für unseren Glauben, das Lebendige unseres christlichen Glaubens an Jesus Christus. Unter anderem auch mit Menschen, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben. Eines der wichtigsten Gebote, das uns verbindet und durch das Leben begleitet ist „ Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“.

Das Verbot des Vatikans, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen ist für uns mit unserem Glauben nicht in Einklang zu bringen! Sind gleichgeschlechtliche Paare nicht wie unsere Nächsten zu sehen? Mit welchem Recht kann jemand eine Wertigkeit unter Menschen erstellen.

Immer wieder geraten wir als Menschen, die sich für eine katholische Kirche engagieren, gerade wegen derartiger diskriminierender Äußerungen in Diskussionen. Wir leben mit Menschen vieler Kulturen, Lebenshaltungen und Einstellungen zusammen, sind Freunde oder begegnen uns “nur” auf der Straße und zwar mit Wertschätzung, Akzeptanz, Respekt und nicht zuletzt mit Liebe.

Nicht nur die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare, unter anderem auch die Diskriminierung von Frauen stellt unser Tun und Engagement für die katholische Kirche sehr in Frage und fordert dazu heraus sich selbst kritisch zu hinterfragen. Steht die katholische Kirche nicht eigentlich für Gemeinschaft und Gleichbehandlung egal welche Wurzeln wir tragen?

So kommt in Diskussionen in unseren Familien und Freundeskreisen auch die Frage auf, „warum sind wir eigentlich katholisch?“
Ein Grund sind sicherlich die Seelsorger*innen in unserer Stadt. Herzlichen Dank für Euren/Ihren Protest gegen das Verbot gleichgeschlechtliche Paare zu segnen!

Ihr Pfarreirat der Katholischen Kirchengemeinde Liebfrauen.