„Vitaminspritzen“ verteilt

Eine „Vitaminspritze“ in Form von frischen Orangen ließ die Katholische Kirchengemeinde Liebfrauen an die Mitarbeitenden der fünf in kirchlicher Trägerschaft befindlichen Kitas sowie an die der im Gemeindegebiet ansässigen Senioreneinrichtungen verteilen. „Wir wollen den Beschäftigten damit sagen, wir haben Sie nicht vergessen. Und wir danken Ihnen für Ihr Durchhalten in den zurück liegenden Monaten der Pandemie, die auch vom Personal dieser Einrichtungen so viel gefordert hat“ erklärt Pastor Wolfgang Stübbe, der gemeinsam mit Monika und Wolfgang Händschke vom Eine- Welt- Kreis die Früchte im Auftrag des Seelsorgeteams übergab. „Es sind fair gehandelte und damit besondere Orangen aus Kalabrien, im südlichen Italien“ ergänzen die Überbringer. „Sie sollen auch ein Mutmacher für uns sein, denn die Menschen, die diese Apfelsinen gepflückt haben, sind Wanderarbeiter oder Flüchtlinge aus Afrika, die ebenfalls in einer bedrückenden Situation waren, denn sie litten sehr unter ihren schlechten Lebensbedingungen. Sie haben sich zusammengetan und gemeinsam einen hoffnungsvollen Ausweg gefunden.“
Auch als Stimmungs- Aufheller wurden die leckeren Früchte gerne in diesen nasskalten Tagen im Empfang genommen.

Infos: SOS Rosarno; www.sosrosarno.org
In der süditalienischen Kleinstadt Rosarno helfen jährlich zwischen November und April ca. 2.500 Wanderarbeiter, meist afrikanische Geflüchtete, zu einem minimalen Lohn bei der Orangenernte. Orangenbauern und Erntehelfer stehen in Abhängigkeit von multinationalen Konzernen und Handelsketten, die erheblichen Druck auf die Ankaufspreise ausüben. Landwirte und Tagelöhner gründeten daraufhin den Verein „SOS Rosarno“, der nun den Vertrieb an kleine Bioläden und Gruppen fairen Handels organisiert. Die Landwirte verpflichten sich zum Öko- Landbau und zahlen den Erntehelfern auskömmliche Tariflöhne.

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Übergabe der Orangen an das Altenheim St. Johannes, Suderwich; Leiterin Klingbeil, Pastor Wolfgang Stübbe, Monika Händschke