Torsten Ferge verabschiedet sich

Mit der Einführung von Pfarrer Hanno Rother am Sonntag endet für mich, Torsten Ferge, der Dienst in der Pfarrei Liebfrauen Recklinghausen mit den fünf Kirchorten. Nach etwas mehr als fünf Jahren hier und elf Jahren insgesamt beschließe ich meinen Dienst als Pastoralreferent.
Ich erinnere mich an meinen Start zu Ostern 2015 – der Witz zum Osterlachen hat mich nett durch den Kakao gezogen – und meine Albe hatte von da an einen festen Platz in der Sakristei. Gerne blicke ich zurück auf meinen ersten Gang über den Fritzberg an Gründonnerstag (es war kalt und ich habe meine Handschuhe unterwegs liegenlassen), Familiengottesdienste mit Christine Brox, interAKTIV zu entwickeln und zu gestalten, auf geselliges Beisammensein bei mehr als einer Gelegenheit mit einer Messdiener-Leiterrunde, auf das neue Angebot für Junge Erwachsene mit PROJECT2, auf den Eisenbahner-Minzlikör bei der Jesus-Birthday-Party (der hatte es in sich, danke Ludger), wöchentliche Reflexionsgespräche mit Assistent Olli Berkemeier, auf konzentriertes Arbeiten bei Familienwochenenden in Haltern und in Rahrbach, auf Besuche bei den Ferienfreizeiten in NRW, Deutschland und den Niederlanden (wo ich doch noch gelernt habe, wie man ein Armband knüpft), auf Geldbeschaffung bei Frau Heuver oder der Stiftung für eine neue Idee, auf “der Schöpfer wirft uns in die Luft”, auf Firmvorbereitungen mit engagierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, auf Gebete unter freiem Himmel mit Kindern und Jugendlichen … und einmal war es ein riesiges, fast echtes Kamel beim Sternsingergottesdienst zu Besuch.
Unzählige Begegnungen, Dienstgespräche mit den Kolleg_innen, Küster_innen, Sekretärinnen, Musikern, Gespräche, Diskussionen und auch Meinungsverschiedenenheiten. Immer wieder spannend, oft gab es für mich und andere etwas zu lernen und besser zu verstehen.
Mir war und ist wichtig, mit Menschen in Kontakt zu sein. Gemeinsam auf Augenhöhe unseren Glauben an einen größeren Gott zu leben und Gemeinde zu gestalten, Abstand zu nehmen von eigenen Vorstellungen und Raum für Ideen Anderer zu geben. Immer wieder war und ist Gemeinde ein Ort, um Bescheidenheit zu üben.
Am Sonntag werde ich nach dem Willkommens-Gottesdienst für Hanno Rother meine Albe nicht wieder in den Schrank in der Sakristei hängen. Ich hänge sie über meinen Arm und nehme sie mit. So ist das mit Veränderungen. Das Eine beginnt, Anderes endet. Auf mich warten ab Montag neue Aufgaben als stellvertretender Leiter der Telefonseelsorge in Recklinghausen. Auf Wiedersehen und alles Gute euch und Ihnen allen.