“FUSION AKTUELL”, Ausgabe 1 (13. Oktober 2013)

“FUSION AKTUELL”, dieses Informationsblatt soll ab sofort den eingeleiteten Prozess der Fusion der Pfarrgemeinden St. Johannes und Liebfrauen begleiten und über den jeweils aktuellen Stand der Entwicklung informieren.

1. Zusammensetzung der Steuerungsgruppe

Im Frühjahr dieses Jahres hat sich eine Steuerungsgruppe gebildet, die die Fusion vorbereitet und die erarbeiteten Ergebnisse den Gremien der Pfarrgemeinden zur Abstimmung vorlegt oder darüber informiert. Zur Steuerungsgruppe gehören folgende Mitglieder:

PGR St. Johannes: Monika Mühlenbrock, Ludger Richter, Kolja Latte
PGR Liebfrauen: Christian Frieling, Alfred Quakulinski, Matthias Mühlenbrock
KV Liebfrauen: Hans-Georg Bachem, Andrea Westhues
KV St. Johannes: Heinrich Appelhoff, Klaus Hövelmann
Seelsorgeteam: Christine Brox, Judith Pieper, Oliver Paschke

Der Steuerungsgruppe ist wichtig, dass die Fusion als Lernerfahrung verstanden wird, um Glauben zu wecken und wachsen zu lassen. Dabei sollen die Gemeindeteile gestärkt und möglichst viele Menschen mit auf den Weg genommen werden.

2. Fusionstermin: 27. April 2014

Die Steuerungsgruppe hat einstimmig als Datum der Fusion der beiden Pfarrgemeinden Sonntag, den 27. April 2014 vorgeschlagen. Dieser Termin wurde zwischenzeitlich sowohl durch die Gremien der beiden Pfarrgemeinden als auch durch das Bischöfliche Genreralvikariat bestätigt.

Hintergrund für diesen Termin:
Eine Fusion zum 1. Advent 2013 wurde als zu früh wegen des Zeitdrucks angesehen; eine möglicher Termin in der Fastenzeit wurde auch nicht favorisiert, weil die anstehende Fusion trotz aller Veränderungen als freudiger Schritt in die Zukunft gesehen werden soll. Eingehende Meinung war, die Fusion nicht weiter hinaus zu schieben, weil bei langen Prozessen die Menschen in den Gemeinden leiden und Verantwortliche “verschlissen” werden.
Deshalb hat die Steuerungsgruppe den “Weißen Sonntag” vorgeschlagen, weil die Osterzeit die Freude und die Hoffnung des Lebens betont.

3. Namensgebung der neuen Pfarrei

Wie die neue Pfarrei dann heißen wird, überlässt die Steuerungsgruppe ganz dem Bischof. Eine Entscheidung des Bischofs ist uns bisher noch nicht mitgeteilt worden, wird aber in den nächsten Wochen erwartet.

4. Aussetzen der Pfarreiratswahlen

Normalerweise werden in diesem November die neuen Pfarreiräte gewählt. Alle Pfarrgemeinden, die entweder in diesem oder im nächsten Jahr fusionieren und sich damit neu ausrichten müssen, sind von dieser Wahl in diesem Jahr befreit. Die Pfarrgemeinderäte von Liebfrauen und St. Johannes bleiben also über den 27. April 2014 hinaus im Amt und bilden dann zunächst den neuen Pfarreirat. Das hat den Vorteil, dass in dieser Umbruchszeit die Arbeit in den Räten sichergestellt ist und die ersten Weichen in der neuen Pfarrei durch erfahrene Menschen aus den Räten gestellt werden können. Der neue Pfarreirat wird in unserer neuen Pfarrei dann voraussichtlich im Spätsommer/Herbst 2014 gewählt werden.

4. Selbstverständnis der neuen Pfarrei

fusion_darstellungDie Darstellung zeigt das von der Steuerungsgruppe vorgeschlagende Modell der neuen Pfarrei. So würde die Steuerungsgruppe es favorisieren und mit Leben erfüllt sehen wollen.
Der Kreis zeigt das territoriale Gebiet der neuen Pfarrei an, auf welchem gleichberechtigt fünf Kirchorte (mit einem X gekennzeichnet) mit ihrer je eigenen Geschichte und Ausrichtung existieren. Dieses sind St. Johannes, Liebfrauen, St. Petrus Canisius, Heilig Geist und St. Barbara. Wünschenswert ist es, wenn es an den Kirchorten auch zu einer Schwerpunktbildung in der seelsorglichen Ausrichtung kommt.
Neben den Kirchorten gibt es auf dem Gebiet der neuen Pfarrei viele “Orte des gelebten Glaubens”, die entweder an die Kirchorte angebunden sind oder davon losgelöst zu sehen sind (mit einem O gekennzeichnet). Diese “Orte des gelebten Glaubens” können einen festen Ort haben, sind aber auch als zufällige oder kurzfristige “Begegnung” mit der Kirche/den Glaubenden zu sehen.
Beispielhaft haben wir als “Orte des gelebten Glaubens” definiert: Kindertagesstätten/Familienzentren, Altenheime, KAB, Kolping, Chorgemeinschaften, KFD, Verbände, Pfarrheime, Familienkreise, Kontakt bei Kasualien (Taufe, Erstkommunion, Firmung, Trauung, Beerdigung) etc.
Gerade auf diese Orte muss in Zukunft ein besonderer Augenmerk liegen, weil auch dort sich Kirche verwirklicht. Und Kirche ist mehr als Gemeinde.
Von diesem Selbstverständnis werden auch die zukünftigen Pfarreiratswahlen in unserer neuen Pfarrei im Jahr 2014 abhängen: Für die Gesamtpfarrei wird ein Pfarreirat zu wählen sein. Auf die Wahl von Gemeindeausschüssen wollen wir im Sinne der Identifikation mit der gesamten Pfarrei bewusst verzichten. Daneben soll es an den einzelnen Kirchorten Ausschüsse geben, die ein ganz besonderes Augenmerk auf die Gegebenheiten vor Ort richten. Allerdings muss dies immer in Abstimmung mit dem Pfarreirat geschehen, damit die pastorale Ausrichtung der Gesamtpfarrei nicht in den Hintergrund tritt. Daneben können vom Pfarreirat auf Dauer oder als Projekt Ausschüsse ins Leben gerufen werden, die sich um ein bestimmtes Anliegen kümmern oder neu beleben wollen, z.B. Kinder- und Familienarbeit, Altenseelsorge, Fernstehendenpastoral.

 

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